Jahresberichte

„So is(s)t die Telefonseelsorge“

 

Ein Jahr im Zeichen des kulinarischen Genusses

 

Es ist das Projekt des Jahres 2015 gewesen: Das Kochbuch „So is(s)t die Telefonseelsorge“, das der Freundeskreis im vergangenen Jahr, pünktlich zur Vorweihnachtszeit, herausgegeben hat. Im Januar 2015 ist die Idee unter den TelefonseelsorgerInnen verbreitet worden, denn ihre Rezepte sind die Grundlage des Heftes. Und wie der Umfang von 72 Seiten zeigt, ist ausreichend Rezeptfutter geliefert worden. So ist ein Werk entstanden, das ein breites Spektrum an süßen und sauren Gaumenfreuden darbietet. Zugleich spiegelt diese kulinarische Fülle, die Vielfalt der inzwischen 80 Menschen wider, die als ehrenamtliche MitarbeiterInnen bei der Telefonseelsorge tätig sind.

Der Erfolg gibt ihnen Recht. Diese Weisheit scheint auf das Kochbuch zuzutreffen. Die erste Auflage von 500 Exemplaren war schnell vergriffen. Noch vor Weihnachten sind weitere 250 Bücher nachgedruckt worden. Derzeit sind knapp 600 Kochbücher verkauft. Das hat dem Freundeskreis Einnahmen von über 6.000 Euro gebracht. Abzüglich der Druckkosten - das Buch ist beim Druckhaus Butscher in der Weststadt gedruckt worden – verbleibt nach heutigem Stand (April 2016) ein Erlös von knapp 3.100 Euro. Dieser kommt der Arbeit der Telefonseelsorge zugute. Ganz konkret steht jetzt schon fest, dass mit einem Teil des Geldes eine Fortbildung der Telefonseelsorgenden zum Thema Focusing finanziert wird. Das wäre sonst nicht möglich gewesen.

Das Kochbuch ist aber auch in ideeller Hinsicht ein gelungenes Werk: Es ist genau das erreicht worden, was erreicht werden sollte. Der Telefonseelsorge ein Gesicht zu geben - ohne das die Anonymität der Mitarbeitenden aufgegeben werden muss.

 

„Tierische“ Vorbereitungsphase für den Flohmarkt 2016

 

Ein wichtiges Standbein, um finanzielle Unterstützung leisten zu können und die Telefonseelsorge in der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist der im Zweijahresrhythmus stattfindende Flohmarkt. Die Vorbereitungen hierzu beginnen etwa ein Jahr vorher und haben diesmal im wahrsten Sinne des Wortes unter einem tierischen Stern gestanden. Im  Frühjahr sah es noch sehr rosig aus, als dem Freundeskreis kostenfrei Kellerräume in der Pfälzer Straße zur Verfügung gestellt worden sind. Im Sommer, beim Einlagern der ersten Artikel, ist dann allerdings Ernüchterung eingetreten. In den weitverzweigten Kellerräumen gibt es jede Menge kleine und größere Nager. So musste die angelieferte Ware zunächst in der Garage von Carolin Jung zwischengelagert werden. Doch dies war natürlich keine Dauerlösung. Die Suche nach neuen Räumen hat viel Nerven gekostet. Kurze Zeit stand der Flohmarkt sogar auf der Kippe, weil sich keine Lagermöglichkeiten gefunden haben. Schlussendlich ist dann das Ladenlokal in der Jörg-Ratgeb-Straße angemietet worden.

 

10.000 Euro für die Gestaltung der neuen Räume

 

Im vergangenen Jahr hat der Freundeskreis die Telefonseelsorge mit einem Betrag von 8.000 Euro unterstützt. Dieses Geld geht in den Haushalt. Hinzu kommt der Mitgliedsbeitrag für den Trägerverein von 400 Euro. Wie in den Vorjahren sind auch 2015 die Gruppentage der Supervisionsgruppen in Hohenwart mit etwa 6.000 Euro finanziert worden. Außerdem sind einige zweckgebundene Spenden weiter gegeben worden. Das alles ist inzwischen eine alle Jahre wiederkehrende Praxis. Doch 2015 war in diesem Zusammenhang auch ein besonderes Jahr, weil der Freundeskreis einen größeren Betrag für den Umzug gespendet hat. 2014 hat der Vorstand beschlossen, für die Gestaltung der neuen Räumlichkeiten der TS 10.000 Euro bereitzustellen. Davon haben wir Ende 2014 3.000 Euro und Anfang 2015 7.000 Euro ausgezahlt. Alles in allem sind somit 2015 rund 25.000 Euro an die Telefonseelsorge überwiesen worden.                                                                      Ina Rau