Pforzheimer Zeitung, 29.07.2013

 

ZuvorGemeindepfarrer in Biberach, seit vier Monaten Leiter der Telefonseelsorge inPforzheim: Den 52-jährigen Ulrich Weber begleitet Anrufer oft inBeziehungsfragen und in ihrer Verzweiflung über die eigene Einsamkeit. Archiv

Ein offenes Ohr für die Alltagsnöte

Pforzheim.Von Oktober an haben Anrufer bei der Telefonseelsorge bessere Chancen, einenMitarbeiter an den Hörer zu bekommen. Bislang, erklärt der Leiter Ulrich Weber,würden Anrufer aus Pforzheim und der Region, die über das Festnetz und dasD1-Netz gehen, entweder nach Pforzheim, Heilbronn oder Karlsruhe verbunden.

 

In einigenMonaten sollen insgesamt sieben regionale Anlaufstellen im Badischen zurVerfügung stehen. „Das ist ein technischer Fortschritt.“ Für die Betroffenen, dieüber andere Handynetze anrufen, gelte aber weiterhin, dass sie bundesweit aneiner der zahlreichen Telefonseelsorge-Einrichtungen weiterverbunden würden.Drei Prozent von bundesweiten Anrufen landeten ihrerseits in Pforzheim. Mit 70Ehrenamtlichen hat die ökumenische Pforzheimer Telefonseelsorge im vergangenenJahr 16500 Anrufe abgearbeitet. Ursprünglich als Vorbeugung bei Suizidgefahrgegründet, habe sich der seelsorgerische Schwerpunkt der Einrichtung verlagert,sagt Weber.

Die Hotlineist unter 0800/1110111 erreichbar.

Autor:Martina Schaefer