10 Jahre Freundeskreis

"Bei Geld
fängt die Freundschaft an“
Durch den Freundeskreis kamen vor zehn Jahren Gummibärchen zu den
Telefonseelsorgern
don. Lockere Jazzklänge der Karlsruher Band „D#identen“ (sprich: Dissidenten)
empfangen die Gäste im Untergeschoss des Reuchlinhauses: Es wird das
zehnjährige Bestehen des Freundeskreises Telefonseelsorge Nordschwarzwald
gefeiert. Die gelöste heitere Stimmung stand im Gegensatz zum Thema, mit dem
sich der Freundeskreis beschäftigt. Seit bald 40 Jahren sind 60 ehrenamtliche
Mitarbeiter der Telefonseelsorge im Einsatz, 24 Stunden an 365 Tagen und bieten
anonym und kompetent Hilfe bei allen Problemen, die die Menschen am anderen
Ende der Leitung bedrücken.
Um die stets etwas unsichere finanzielle Basis stabiler zu machen, wurde im März
2000 der Freundeskreis der Telefonseelsorge gegründet, der allein 2007 mit 19
000 Euro die Arbeit der Ehrenamtlichen unterstützte. Geld für die einjährige
Grundausbildung und regelmäßige Weiterbildung der Aktiven. Neben finanzieller
Hilfe ist der Freundeskreis für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, denn die
Arbeit der Telefonseelsorge muss anonym bleiben. Mit der neuen Vorsitzenden des
Freundeskreises Ina Rau, die seit einem Jahr einem rein weiblichen Vorstand
vorsteht, wird der Fokus verstärkt auf die Öffentlichkeitsarbeit gerichtet.
Schmunzelnd erinnert Hans Gölz-Eisinger, Vorstandssprecher der Telefonseelsorge
Nordschwarzwald an die erste Aktion des Freundeskreises: „Es wurden kleine
Werbetüten mit Gummibärchen verteilt. Was übrig blieb, landete bei den
Mitarbeitern der Telefonseelsorge. Inzwischen gehören Gummibärchen zum Job dazu
und stehen immer bereit.“ In seiner kurzen Festrede gibt er zu bedenken: „Es
heißt beim Geld hört die Freundschaft auf – beim Geld fängt sie wahrscheinlich
an.“ Seiner Meinung nach wäre die Arbeit der Telefonseelsorge ohne die
finanzielle Unterstützung des Freundeskreises nicht möglich.
Rolf Constantin bedankt sich im Namen des Oberbürgermeisters und der
Gemeinderäte für das tolle Engagement und wünscht weiterhin viel Erfolg. Bevor
das Büfett eröffnet wird kündigt Ina Rau eine Tombola mit ansprechenden Preisen
an. Inzwischen hat das Trio „ad libitum“ die Vorgruppe mit Musik abgelöst.
Den Höhepunkt bildet der Auftritt der „Entstaubten Lieder“, die wie die anderen
Musik-gruppen ohne Gage auftreten. Insgesamt war das Fest für alle eine
wunderbare Gelegenheit miteinander zu reden, sich näherzukommen und gemeinsam
zu lachen, ganz wie es sich der Vorstand gewünscht hatte.
Pressetext, 27.07.2010, Pforzheimer Kurier
